Radhelme – so wichtig

Fahrradhelme sollen für Sicherheit sorgen

Über den Sinn und Unsinn des Tragens von Radhelmen kann man sich trefflich streiten. Fakt ist, dass in Deutschland keine gesetzliche Fahrradhelmpflicht besteht. In Österreich hingegen ist das Tragen eines Fahrradhelmes zumindest für Kinder unter 12 Jahren Pflicht.

Fahrradhelme – wozu?

Fahrradhelme sollen das Risiko für Verletzungen am Kopf des Radfahrers bei einem Unfall reduzieren. Nicht umsonst wurde die Helmpflicht für Radsportprofis eingeführt. Ob allerdings das Risiko tatsächlich verringert wird, ist umstritten. Vor allem soll das Sichtfeld durch einen Helm deutlich eingeschränkt sein, was zusätzliche Risiken hervorrufen kann.
Uvex Xenova CC MTB Fahrrad Helm petrol/anthrazit matt 2013

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Auf alle Fälle müssen Fahrradhelme perfekt auf die Kopfgröße angepasst sein, sie dürfen nicht zu groß und nicht zu klein sein und müssen zudem immer geschlossen werden.

Welche Arten von Fahrradhelmen unterscheidet man?

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten von Fahrradhelmen:
1. Weichschalen- oder Softshell-Helme, die nur aus einer Schicht Hartschaumstoff bestehen. Diese Helme entsprechen nach Expertenmeinungen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik und sollten nicht mehr verwendet werden.

2.Hartschalenhelme bestehen aus einem Schaumstoff mit einem Überzug aus hartem Kunststoff. Vorteilhaft ist die häufige Ausstattung mit einem Kinnbügel, der als Gesichtsschutz dient und die harte, sehr glatte Oberfläche, die vor mechanischen Einwirkungen schützt und ein Abgleiten vom Untergrund fördert. Nachteilig ist das relativ hohe Gewicht

3. Mikroschalenhelm
Diese Helme sind am weitesten verbreitet und haben einen dünnen Kunststoffüberzug mit einer glatten Oberfläche. Durch diese wird das Abgleiten vom Untergrund bei einem Unfall gefördert. Zudem sind Mikroschalenhelme oftmals mit Lüftungsschlitzen versehen, die das Tragen für den behelmten Radfahrer deutlich komfortabler machen.

Wirkungsweise eines Fahrradhelmes

Der Schaum- oder Hartschaumstoff des Helmes soll im Falle eines Aufpralles eine Art “Knautschzone” bilden, wodurch die auf das Gehirn ausgeübte Beschleunigung reduziert und die Wahrscheinlichkeit eines Schädelbruchs verringert wird. Platzwunden, Abschürfungen oder Prellungen im Bereich des behelmten Kopfes können abgemindert oder sogar verhindert werden.

Geprüfte Sicherheit

Grundsätzlich müssen alle Fahrradhelme, die in der EU auf den Markt kommen, gewisse Mindestsicherheitsstandards erfüllen, das heißt, sie müssen einer Prüfung gemäß EN 1078 standhalten.

Das Tragen eines Fahrradhelmes gilt nicht unbedingt als chic. Dennoch sollte, gerade wenn sich der Radfahrer im viel befahrenen Straßenverkehr bewegt, darauf geachtet werden, dass zumindest Kinder einen Fahrradhelm tragen. Aus Gründen der Vorbildfunktion empfiehlt es sich auch für die Eltern und / oder Begleitpersonen, einen Fahrradhelm aufzusetzen. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass der Helm gut sitzt und auch ordnungsgemäß verschlossen ist. Denn anderenfalls ist die Schutzwirkung des Fahrradhelmes deutlich verringert oder sogar gänzlich ausgeschaltet.

Ganz neu auf den Markt sind wieder faltbare Radhelme, wie man sie auch alten Radsportzeiten kennt. Schauen etwas nostalgisch aus, sind aber mit dem EN 1078 ausgestattet. Weitere Infos gerne hier